Gründe zur Schaffung einer neue Rasse

Gleich mal vorweg: Jeder Rassehund war irgendwann einmal ein Mischling, was den wenigsten "Rassehundbesitzern" auch klar ist.

Vor gut 100 Jahren ging es los mit der Rassehundezucht wo der Standard für spätere Ausstellungen festgelegt wurde, und die Formwertrichter die Hunde nach ihrem äusserlichen Erscheinungsbild beurteilten, was sich bis heute nicht geändert hat.

Ob der Hund ein Allergiker ist, ein schwaches Immunsystem hat, nicht vital und fit ist, spielt eigentlich keine große Rolle, nicht einmal eine kleine. Zu engstirnig sind die großen Zuchtverbände mit den eingefleischten Regeln, welche nur Tiere einer Rasse verpaaren - der Rassehund - und so in einem kleinem, immer kränker werdenden Geenpool herumdümpeln.

In meiner Hundeschule tummeln sich gut 100 Hunde pro Woche. Je zur Hälfte Rassehunde und Mischlinge. Fast jeder Rassehund hat ein Wehhwechen, Fast jeder Mischling hat Keines ;-) und ist gesund.

So wie ich mit meiner Hunde-Indoor-Schule einen Meilenstein zur Welpenerziehung gesetzt habe, so mache ich dies auch mit einer neuen Rasse.

Will man eine gesunde und vitale Rasse erschaffen, muss man andere Wege gehen, als sich einem großen Hundeverband zu unterwerfen. Eine Anerkennung eines solchen dauert ohenhin 10 Jahre und man muss drei Generationen nachweisen können. Hat man diese Hürde geschafft, ist man wieder in der Einbahnstrasse der standardisierten Rassehunde mit einem engen Genpool, und wieder dort gelandet wo alle Rassehunde jetzt sind.

Also lässt man die Finger von diesem, verzichtet auf eine Showkarriere, hat aber dafür einen gesunden und vitalen Hund. Das Aussehen der Chapeau's! ist alles andere als Standard, jeder Hund ist ein Unikat. Verpaart werden der Niederländische Schapendoes mit dem Australian Shepherd.
Kinder dieser, wieder mit diesen Rassen oder deren nicht verwandten Kindern. Der Genpool ist dadurch riesig!

Der gesundheitliche Aspekt muss natürlich stimmen, HD und ED Untersuchung, sowie Untersuchung der Augen, sowie ein ausgereifter Wesenstest sind Voraussetzung zur Zuchtzulassung.

Zum Aufbau der Rasse Chapeau! entstehen mehrere nicht miteinander verwandte Zuchtlinien, im nächsten Jahr - wenn die ersten Baby's groß sind - werden wir auch einen eigenen Club dazu gründen.

Für einen Chapeau! Besitzer heißt das, dass ein Chapeau! nicht dem anderen gleicht wie es bei den Rassehunden so üblich ist, dafür gibt es aber mehr Gesundheit, Wiederstandskraft, Fitness, Vitalität und Ausdauer und nicht zu vergessen die Langlebigkeit. All dies vereint mit einem angenehmen, leicht erziehbaren, Familien-, Begleit- und Sporthund (kein Schutzhundesport), der ein souveränes, freundliches und fröhliches Wesen besitzt. Der Weg ist das Zuchtziel!

Nicht umsonst heißt es im Volksmund, der Mischling ist der gesündere Hund, was aber logischerweise auch von gesunden und wesensfesten Eltern abhängig ist.

Mit unserer Chapeau! Zucht gehen wir einen anderen Weg als in der Rassehundezucht üblich, auch wenn dies bei den meist nicht ausreichend informierten Kritikern abwertend als Designerdog oder Mischlingszucht betitelt wird.

Ein Zuchtbuch wird ebenso geschrieben, wie es auch Ahnentafeln gibt.

Auch in der Aufzucht der Welpen gehen wir ganz andere Wege, wie die Züchter der Verbände oder die grausamen Vermeher sowieso. Die Welpen werden frühestens!! mit 12 Wochen abgegeben (nicht mit 8, 9, 10 Wochen oder sogar noch früher) und erhalten ein ausgereiftes Welpentrainingsprogramm in meiner eigenen Hunde-Indoor-Schule, welches schon mit der 4. Woche beginnt. Soweit wie möglich binden wir auch die zukünftigen Besitzer ab der 7. Woche mit ins Training ein.

Man nehme sich die Zeit und sehe sich die Videos von Pedigree Dogs Exposed an, zu finden unter Links.
So viel zu den "Rassehunden". Viel Spaß!

Wie ist also ein Chapeau! ?

Ein Chapeau! ist in erster Linie ein absoluter Familienhund. Er liebt Menschen in seiner Umgebung, dabei sein ist alles. Natürlich kann ein Chapeau! genauso mal einige Stunden alleine bleiben. Wie immer, alles Erziehungssache.

Ein Chapeau! ist sehr gelehrig und sportlich. Vom Mantrailen, Objektsuche, Agility, Canicrossen, Longieren, uvm. bis hin zum Therapiehund ist er für alles ausser Schutzhundesport geeignet. Aber auch wenn man mal nichts tut, ist er nicht böse sondern völlig relaxed.
Geht es dann zum Arbeiten, ist er mit 100% bei der Sache. Sie spielen leidenschaftlich gerne mit dem Ball, sind aber keine Balljunkeys wie ein Border.

Bei mir lernen die Kleinen von Anfang an die Ruhepausen und liegen mit meinem Rudel im Büro herum und schlafen.

Ein Chapeau! wird mittelgroß, mit mittellangem bis langem Fell, ist schwarz/weiß, schwarz/grau oder silber.

Was haben sie alle gemeinsam? Sie sind Knutschkugeln! Sie kuscheln für ihr Leben gerne :-)